Mein Hund schläft auf dem Rücken – die häufigsten Gründe

Warum schlafen Hunde auf dem Rücken?

Schlafende Hunde sehen einfach nur niedlich aus und ab und zu fragt man sich als Halter, wie der Hund in gewissen Positionen überhaupt schlafen kann. Besonders merkwürdig ist jene Schlafposition, wenn Hunde auf dem Rücken liegen. Hat diese Schlafposition eigentlich einen besonderen Grund? Und verrät uns die Schlafverhalten des Hundes vielleicht etwas über den Charakter oder den Gemütszustand? Fragen über Fragen, welche wir dir in den nächsten Abschnitten beantworten!

Hund schläft auf dem Rücken

Wie sieht das Schlafverhalten der Hunde aus?

Hunde benötigen am Tag bis zu 20 Stunden Schlaf. In dieser Zeit nehmen sie jede erdenkliche Schlafposition ein, manche Hunde haben nicht einmal einen festen Schlafplatz, sondern liegen dort wo es ihnen gerade am Besten gefällt. Vielleicht konntest du auch schon beobachten, dass Hunde oftmals ein gewisses Ritual befolgen, bevor sie sich überhaupt hinlegen.

Genau genommen ist es bei uns Menschen nicht anders. Wir benötigen auch oft eine ganze Weile, bevor wir richtig zur Ruhe kommen. Da wird das Kopfkissen mehrmals aufgeschüttelt, die Bettdecke gedreht oder man steht nochmal auf um etwas zu Trinken. Haben wir dann unsere optimale Liegeposition gefunden, entlastet diese unsere Wirbelsäule und verhilft unserem Körper zu völliger Entspannung. Denn nur dann kann er sich optimal erholen und neue Kräfte sammeln. Bei Hunden ist das natürlich nicht anders. Doch welche Position verhilft dem Hund zur Entspannung und können sie dann auch träumen oder dösen weiter nur vor sich hin? Doch zunächst betrachten wir erstmal die verschiedenen Schlafpositionen eines Hundes.

Warum schlafen einige Hunde auf dem Rücken?

Wenn Hunde auf dem Rücken schlafen und alle Pfoten in die Luft strecken, zeigen sie ganz offen ihre verwundbarste Seite. Misstrauische Hunde würden daher nicht in dieser Position schlafen, genauso wenig wie Wölfe die stets auf der Hut vor Gefahren sind. Rückenschläfer machen sich angreifbar. Besitzer von Hunden, die gerne und oft auf dem Rücken schlafen können sich also wirklich glücklich schätzen. Denn in diesem Moment fühlt sich der Hund absolut geborgen. Generell kann also gesagt werden, dass aufgeschlossene Hunde häufiger auf dem Rücken schlafen, als misstrauische beziehungsweise gestresste Hunde.

Welche Unterschiede gibt es bei der Schlafposition auf dem Rücken?

Die Ohnmachtsstellung

Hier liegt der Hund ebenfalls auf dem Rücken, wirkt aber regelrecht ohnmächtig. Seine Gliedmaßen hängen dabei sogar richtig schlaff zur Seite. Auch wenn diese Position absolut ungemütlich aussieht, gibt es genügend Hunde, die so schlafen. Gerade in der kälteren Jahreszeit nehmen aktive Hunde diese Position gerne ein. Vorzugweise vor einer Heizung oder aus reiner Bequemlichkeit. Hunde die in der Ohnmachtsstellung schlafen, wird ein gelassenes und anpassungsfähiges Wesen nachgesagt.

Pfoten in die Höhe

Diese Schlafposition ist vor allem durch Welpen und Junghunde bekannt. Diese setzen völliges Vertrauen in ihre Eltern, Geschwister oder Besitzer und schlafen daher völlig tiefenentspannt und kehren ihre verletzlichste Seite nach oben. Nur so können sie neue Kräfte für die Wachstumsphase sammeln. Die Läufe sind dabei entweder leicht angewinkelt oder ragen weit hoch in die Luft. Leichtes Zucken der Gliedmaßen verrät dabei oft einen besonders spannenden Traum des Hundes.

Andere Schlafpositionen und ihre Bedeutung

Eingerollt in der Bauchlage

Hier rollt sich der Hund in Bauchlage ein und schiebt die Schnauze in Richtung Schwanz. Diese Schlafposition ist vor allem bei kälteren Temperaturen zu beobachten. Wenn nicht genügend Platz für eine andere Position ist, legt sich der Hund ebenfalls so hin. Oder er kuschelt sich so an seine Besitzer oder andere Tiere im Haushalt.

Ausgestreckt in der Seitenlage

Wenn ausreichend Platz zur Verfügung steht legt sich der Hund ausgestreckt auf die Seite. Dies ist auch nach dem Spielen und Toben zu beobachten oder bei warmen Temperaturen. Scheinbar möchte sich der Hund auf diese Weise etwas abkühlen. Dabei verharren Hunde auch gerne auf kühlen Unterböden, zum Beispiel Fliesen.

Dösen in der Bauchlage

Diese Position bevorzugen Hunde wenn sie nur kurz Dösen möchten. Hier können sie sich entspannen, bleiben aber gleichzeitig wachsam. Die Schnauze des Hundes liegt dabei zwischen den Vorderpfoten. Ab und zu ist zu beobachten, dass der Hund seine Hinterpfoten dabei seitlich positioniert. Vorteil: der Hund ist jederzeit einsatzbereit und kann sofort aufstehen.

Bevorzugte Schlaf- und Liegeplätze von Hunden

Hunde bevorzugen bequeme Liegeplätze. Dies muss nicht immer ein Kissen oder das Sofa sein. Liegt der Hund gerne vor der Heizung auf dem Fußboden, fühlt er sich ebenfalls wohl. In der Regel ist jedoch zu beobachten, dass Hunde Plätze mit genügend Rückendeckung bevorzugen. Ein Hundekissen an der Wand oder ein Platz in der Sofaecke wird also immer bevorzugt. Blickrichtung geht dabei natürlich in den Raum hinein. Hundehalter sollten also immer für einen „Rückzugsort“, außerhalb des Geschehens sorgen.

Denn ist das Umfeld des Hunde ruhig, verfällt er auch schneller in den Schlaf.

Dösen, Schlafen und Träumen

Unterschied zwischen Dösen und Schlafen

Die meiste Zeit des Tages dösen Hund nur vor sich hin. Das sind ungefähr 70 bis 80 Prozent der gesamten Schlafphasen. In dieser Leichtschlafphase verfallen sie augenscheinlich in den Schlaf, sind aber beim kleinsten Geräusch sofort hellwach. Alle Sinne des Hundes bleiben beim Dösen geschärft. Die sogenannte Tiefschlafphase macht nur 20 bis 30 Prozent der Gesamtzeit aus, also 5 bis 8 Stunden am Tag.

Das sogenannte Ruhebedürfnis ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Dennoch brauchen fast alle Hunde mehrere Stunden Ruhe am Tag und legen sich öfters zu einem kleinen Nickerchen hin. Legt sich ein Hund hin und schließt die Augen, sollte er auch nicht gestört werden. Denn diese Ruhephasen sind enorm wichtig für ein ausgeglichenes Wesen.

Wenn der Hund träumt

Wenn der Hund träumt, verfällt er in die sogenannte „REM-Phase„. Diese Schlafphase zeichnet sich durch das Zucken von Augenlidern, Ohren und Pfoten ab. Nebenbei kann auch der Kiefer klappern oder die Lefze zittern. In einigen Fällen kommt es sogar dazu, dass der Hund anfängt zu winseln oder zu bellen. Kommt es zu sehr heftigen Reaktionen in dieser Phase, kann es sich um einen Albtraum handeln. In diesem Fall sollte der Besitzer seinen Hund sanft wecken.

Fazit

Ob und wann ein Hund auf dem Rücken schläft, hängt von der Umgebung, der Gewohnheit und dem Gemütszustand des Hundes ab. Hier die wichtigsten Fakten in der Übersicht:

  • Misstrauische Hunde schlafen nicht auf dem Rücken
  • Gemütliche Liegeplätze mit Rückendeckung werden stets bevorzugt
  • Hunde schlafen bis zu 20 Stunden am Tag – 70 bis 80 Prozent davon wird nur gedöst
  • Die Tiefschlafphase eines Hundes beträgt im Schnitt 5 bis 8 Stunden
  • Hunde können in der REM-Phase träumen
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