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Mein Hund fiept – die 4 häufigsten Gründe

Durch anhaltendes Fiepen wird die Seele der meisten Hundebesitzer berührt. Dieses Geräusch klingt jämmerlich und auf Dauer beginnt es auch zu nerven. Hundebesitzer sind zumeist besorgt um ihren Liebling. Doch in der Regel ist der Hund nicht krank, sondern er protestiert lediglich.
Warum fiept mein Hund?

Die Hundesprache

Wenn Hunde unangeleint miteinander spielen, bekommt man einen guten Eindruck darüber, wie sie miteinander kommunizieren. Man hört Geräusche, die nach Knurren klingen, jaulen, winseln und auch fiepen.

Doch welches Geräusch hat welche Bedeutung?

Durch Knurren will der Hund „sein Stöckchen″ verteidigen. Verletzt sich der Hund durch Gerangel leicht, dann sind Jaulen und Winseln typische Laute.

Oft fiept ein Hund, wenn er ungeduldig ist, zum Beispiel, wenn er noch angeleint ist, aber schon mit anderen Hunden spielen will.

Doch dieser Ton kann auch bedeuten, dass der Hund ein Spielzeug oder ein Leckerli will, das ein Artgenosse gerade besitzt.

Generell gilt, das Fiepen dient als Protestlaut. Es ist nur in ganz seltenen Fällen ein Ausdruck von Schmerz oder Kummer. Ein neugeborener Welpe beherrscht diesen Ton schon am ersten Tag. Mit Fiepen bringt er Missfallen zum Ausdruck. Schiebt die Hündin den Welpen bei der Körperpflege von ihren Zitzen weg, beginnt der Welpe laut zu fiepen. Ein ausgewachsener Hund gibt diesen Ton von sich, wenn er den Besitzer zu einer Handlung bringen will.

Unterschiede bei Hunderassen

Die meisten Menschen wissen, dass der Wolf der Vorfahre des Hundes ist. Ein Wolf bellt nur in ganz seltenen Fällen. Im Laufe der Jahrhunderte hat der Mensch viele, verschiedene Hunderassen gezüchtet. Diese sehen nicht nur unterschiedlich aus, sie unterscheiden sich auch im Charakter und sogar in der Sprache. Wach- und Hütehunde bellen oft und gerne, denn der Mensch hat mit ihrer Zucht bewirkt, dass diese Rassen aufmerksam und laut auf Gefahren hinweisen.

Jagdhunde fiepen gerne und lang anhaltend. Besonders Beagle und auch Mischlingshunde neigen zu diesen Geräuschen.

Was ist der Auslöser für das Fiepen?

Diese Frage kann eindeutig geklärt werden. Wenn der Hund fiept, ist er unzufrieden.

Doch was stört den Hund und welche Erwartungen hat er an den Besitzer?

Wittert ein Rüde eine läufige Hündin, so wird er protestieren, wenn du ihn daran hinderst, sich fortzupflanzen. Ebenso wird eine läufige Hündin fiepen, wenn sie sich paaren will. Durch das Verhindern der Paarung steht man einem starken Trieb im Weg. Die Hunde verstehen dieses Verhalten nicht und beginnen zu fiepen.

Doch es gibt noch andere Gründe. Steht der Hund am Morgen fiepend vor der Haustür, kann er seinen Spaziergang kaum noch erwarten und in seinen Augen bist du zu langsam. Manchmal hat man einfach keine Zeit, um mit seinem vierbeinigen Liebling zu spielen. Durch das Fiepen schimpft der Hund mit dir.

Auch beim Essen kann es zu Fiepgeräuschen kommen. Isst der Hundebesitzer etwas, dass der Hund auch gerne hätte, jammert er, weil er auch gerne ein Leckerli hätte.

Vermissen spielt eine große Rolle bei den Hunden. Befindet sich ein Hund in einer ungewohnten Umgebung oder vermisst eine Person, bringt er durch Fiepen seine Unsicherheit zutage.

Es gibt sehr viele Möglichkeiten, warum die geliebten Vierbeiner fiepen. Wichtig ist, dass man sich in den Hund hineinversetzen kann und dadurch versteht, warum er jammert.

Mein Hund fiept – Wie sollte ich auf das Fiepen reagieren?

Die meisten Menschen reagieren sofort auf das Geräusch und stellen somit den Hund in den Mittelpunkt. Jammert der Hund morgens bei der Tür, reden viele beruhigend auf ihn ein, während sie sich in aller Eile die Jacke überwerfen und in die Schuhe schlüpfen. Durch diese Reaktion bekommt der Hund genau das, was er will. Er bekommt die ungeteilte Aufmerksamkeit seines Besitzers. Die Vierbeiner sind sehr intelligent und lernen rasch. Sie gewöhnen es sich an, immer dann zu jammern, wenn sie etwas Bestimmtes wollen. In den meisten Fällen verfehlt dieses Verhalten seine Wirkung nicht – ganz gleich, ob man nur kurz nachsieht, was der Hund möchte oder mit ihm schimpft. Man lässt instinktiv alles Liegen und Stehen und kümmert sich um seinen Liebling.

Es kommt auch manchmal vor, dass das Tier im Schlaf zu jammern beginnt. Tritt dieser Fall ein, hat der Hund wahrscheinlich gerade einen Alptraum. Sanftes Reden und Streicheln kann das Tier beruhigen, aber man sollte ihn unter keinen Umständen aufwecken.

Die beste Methode ist, seinen Hund einfach zu ignorieren. Dabei sollte man auch nicht mit dem Hund schimpfen, sondern gar nicht beachten.

Fiept ein Hund aufgrund seines Geschlechtstriebes, sollte man über eine Kastration nachdenken. Wenn das Tier seinen Trieb immer unterdrücken muss, ist es grausam für den Hund.

Hat der Hund doch Schmerzen?

In seltenen Fällen kann das Fiepen auch ein Ausdruck von Schmerzen sein. Winselt ein Tier im Alltag fast gar nicht, beginnt plötzlich jedoch ununterbrochen zu jammern, ist das ein Hinweis auf Schmerzen. Dieses Alarmsignal sollte nicht ignoriert werden. Weitere Hinweise auf Schmerzen beim Hund können Appetitlosigkeit, vorsichtige oder langsame Bewegungen und Lustlosigkeit sein. Treten diese Fälle ein, sollte man mit dem Tier unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Dieser kann dann beurteilen, ob der geliebte Vierbeiner unter Zahnschmerzen, Gelenkproblemen oder anderen Schmerzen leidet.



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Kommentare

Eli 11. März 2019 um 18:04

Das Ignorieren hat bei uns Super geklappt.
Immens morgens ab vier ging es los.
Türe zugemacht und nach zwei Wochen war es unserer Maus zu doof:)

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