Rhodesian Ridgeback Erziehung – Tipps und Tricks für schnelle Erfolge

Bild von Rhodesian-Ridgeback

Rhodesian Ridgeback – der Hund mit Klasse

Der Rhodesian Ridgeback ist keine einfache und alltägliche Hunderasse. Er ist Jagd- und Wachhund wie auch ein unglaublich treuer und vertrauensvoller Familienhund. Gerade weil er so vielfältig ist, ist die Rhodesian Ridgeback Erziehung nicht immer die leichteste; dafür aber umso wichtiger. Wir haben uns daher genauer mit der Hunderasse auseinander gesetzt und Tipps, Tricks und Allgemeines zu einer guten Erziehung des Rhodesian Ridgeback zusammen getragen. Grundsätzlich gilt, je besser und mehr man von seinem Tier kennt, desto einfacher ist auch die Erziehung. Denn, wie auch bei anderen Hunderassen, gilt auch für den Rhodesian Ridgeback, dass ein jeder Hund seine ganz eigene Persönlichkeit hat, auf die Erziehung, Ausbildung und Training immer abzustimmen ist. Doch einige Gemeinsamkeiten lassen sich über die Rasse dann doch wieder feststellen.

Allgemeines zur Rasse

Herkunft des Rhodesian Ridgeback

Der Rhodesian Ridgeback findet seinen Ursprung im südlich gelegenen Simbabwes in Afrika und ist eine, aus der Kolonialzeit stammende, Kreuzung heimischer und nicht-heimischer Hunde. Er wurde vornehmlich als Wachhund eingesetzt, aber auch verstärkt zur Jagd auf Großwild und Löwen mitgenommen. Hier wurde der Rhodesian Ridgeback dazu trainiert nicht nur das Wild aufzuspüren, sondern es ebenfalls zu stellen und in die enge zu treiben, bis die Jäger hinzukamen. Das sind wichtige Informationen, die es bei der Rhodesian Ridgeback Erziehung im Hinterkopf zu behalten gilt.

Beschreibung des Rhodesian Ridgeback

Hunde dieser Rasse werden bis zu 70 cm Schulterhöhe groß und sollten dabei ein Durchschnittsgewicht von etwa 37 kg auf die Wage bringen. Hündinnen sind etwas leichter und erreichen bei einer Größe von durchschnittlich 66 cm, bei 32 kg bereits ihr Idealgewicht. Sie sind schnell und ausdauernd, was sicherlich auch auf ihr Ursprungsland zurückzuführen ist.

Rüde wie Hündin sind beides sehr schlanke und muskelöse Tiere. Sie wirken zuweilen sogar sehr grazil und edel, was an ihrer tiefen Brust und dem verhältnismäßig langen Hals liegt. Ihr Fell ist sehr hell und mit einem rötlichen Stich. Zudem ist es sehr glatt und kurz, was ihm eine schnittige Figur verleiht.

Die Ohren des Rhodesian Ridgeback liegen eng am Kopf an und sind hoch gestellt, was sie zu wirklich guten und verlässlichen Lauschern macht. Das sicherste Erkennungsmerkmal ist der, entgegen der Haarwuchsrichtung wachsende, Haarkamm.

Das Wesen der Rasse

Ausschlaggebend für Training, Erziehung und Ausbildung eines Hundes ist nun mal das Wesen seiner Hunderasse; so auch für den Rhodesian Ridgeback. Sie sind vorsichtig, aber nicht scheu. Sie sind zurückhaltend, aber nicht aggressiv; besonders Fremden gegenüber. Es sind sehr intelligente Tiere und strahlen eine gewisse Eleganz und Würde aus. Das merkt man auch ihrem Charakter an. Außerdem gilt er auch als eine sehr sensible und feinfühlige Hunderasse. Gerade dieser Charakterzug bedarf sehr viel Fingerspitzengefühl in der Erziehung.

Doch aufgepasst! Wie bei jeder Hunderasse, so auch beim Rhodesian Ridgeback gilt, dass ein jeder Hund seinen ganz eigenen Charme und Charakter hat, auf den sich die Hundebesitzer in ihrer Ausbildung und Erziehung einzustellen haben. Je besser man seinen eigenen Hund kennt, desto erfolgreicher wird auch die Erziehung sein und desto harmonischer und entspannter ist die Beziehung zwischen Hund und Halter.

Rhodesian Ridgeback Erziehung

Tipps zur Rhodesian Ridgeback Erziehung

Rhodesian Ridgeback Erziehung

Eine gute Erziehung und Ausbildung sollte bereits in jungen Jahren beginnen, auch wenn der Rhodesian Ridgeback bis ins späte Alter als sehr lernfähig und -willig eingestuft wird. Je früher mit der Rhodesian Ridgeback Erziehung begonnen wird, desto erfolgsversprechender wird sie eingestuft. Beginnen wir also mit den Tipps und tricks zur Welpenerziehung.

Rhodesian Ridgeback Erziehung: Welpen

Der Rhodesian Ridgeback Welpe ist sehr sensibel. Kommt er in sein neues Zuhause, so braucht er ausreichend Zeit und Gelegenheit sich an dieses zu gewöhnen und sich in dieses einzuleben. Erst wenn sich der Welpe richtig zuhause und pudelwohl fühlt, ist es ratsam mit Ausbildung und der Rhodesian Ridgeback Erziehung zu beginnen. Zum Einleben und vertraut werden zählen auch besonders die neuen Menschen, die von nun an Dreh- und Angelpunkt des jungen Welpen sind. Für die Erziehung des Welpen ist es wichtig, dass er sich gerade zu Beginn vornehmlich auf eine Bezugsperson konzentriert. Mischen zu viele Personen mit, so kann dies zu Verwirrung und Irritation führen.

Womit beginnt man bei der Welpenerziehung? Das ist einfach. Der Welpe sollte zu Beginn lernen zu aller erst auf seinen eigenen Namen zu hören. Das ist auch eine gute Übung, die in der Regel spielerisch und meist von selbst von statten geht. Wichtig dabei ist, dass verstärkt auf die Tonlage geachtet wird. So steigt der Erkennungswert des Namens. Auch sollte vornehmlich mit einer freundlichen und hellen Tonlage mit dem jungen Rhodesian Ridgeback gesprochen werden. Im Vordergrund steht die positive Konditionierung. Der Welpe sollte immer etwas Positives mit seinem Namen verbinden. Erst später wird durch mit anderen Befehlen und Tonlagen in der Rhodesian Ridgeback Erziehung gearbeitet. Schließlich darf auch die Belohnung nicht fehlen. Sobald der Welpe auf das Rufen seines Namens reagiert, darf er gerne mit Streicheleinheiten belohnt werden. Für den Hundehalter bedeuten die ersten Schritte der Erziehung viel Geduld, Konsequenz, Ausdauer und sehr viel Gelassenheit. Schließlich ist kein Meister vom Himmel gefallen; weder vom Hunde- noch vom Halterhimmel 😉

Worauf in der Rhodesian Ridgeback Erziehung zu achten ist

Für eine gelungene Erziehung des Rhodesian Ridgeback ist in erster Linie der Halter und die Erziehung selbst verantwortlich. Hierzu ist es wichtig, sich an bestimmte Grundsätze zu orientieren. Denn Klarheit und Struktur versteht auch ein Rhodesian Ridgeback ziemlich deutlich. Wichtig sind Ausdauer, Konsequenz und Durchhaltevermögen. Wer zu schnell die Fassung verliert, kann dazu beitragen, dass er seinen Rhodesian Ridgeback mehr verwirrt als im klare und geordnete Strukturen zu zeigen. Ein Rhodesian Ridgeback ist ziemlich lernfähig und intelligent. Ständiges Üben und Wiederholen ist dafür aber notwendig. Denn er lernt auch nicht von heute auf morgen, sondern es bedarf kontinuierlicher Übungen, Wiederholungen und Stringenz. Das gilt auch für Tonlage, Belohnungsmechanismen und Wortwahl der Befehle. Gleichzeitig vermittelt die in der Erziehung und im Training an den Tag gelegte Gelassenheit eine vertrauensvolle Atmosphäre zwischen Hund und Halter; was sich ebenfalls positiv auf den Lern- und Übungseffekt auszeichnet.

Genauso wichtig ist es, konsequent in der Rhodesian Ridgeback Erziehung zu sein. Denn nur wenn auf Fehlverhalten die gleiche Reaktion erfolgt … und das ständig, hat der Hund eine Chance sein fehlverhalten zu erkennen und es umzulenken. Konsequenz darf und ist hier allerdings nicht mit Härte oder Gewalt zu verwechseln. Eine mahnende Stimme und das Auslassen von bekräftigenden Belobigungen kann schon mal Wunder bewirken. Handlungen müssen zwingend berechenbar sein – und das besonders für ihren Hund. Hier hilft es gar nicht, wenn man aus Faulheit oder Müdigkeit vergisst konsequent zu sein. Das verwirrt und irritiert.

Gut kann man mit Belobigungen und Belohnungen arbeiten, wie auch mit dem Auslassen eben dieser. So erfährt der Rhodesian Ridgeback ein klares Handlungsmuster, an dem er sich und sein verhalten orientieren kann. Doch …

 

Wie belohnt man eigentlich richtig?

Mit Belohnung kommt man immer weiter. Zumindest kann sie von Ausbleibenden Reaktionen oder gar Strafen sehr gut unterschieden werden. Doch auch das Belohnen sollte Richtlinien verfolgen. Schließlich ist es der Antrieb, durch den der Rhodesian Ridgeback erkennt, dass sein verhalten richtig und gut war.

Wie kann eine solche Belohnung aussehen? Schnell kommt hier das Leckerli ins Spiel. Aber der anhängliche und verspielte Rhodesian Ridgeback freut sich auch über jede Streicheleinheit und jedes freundliche, lobende Wort. Auch so kann man positives Verhalten verstärken und negatives Verhalten abtrainieren.

Als ebenfalls besonders effizient in der Rhodesian Ridgeback Erziehung wird das Spielen eingestuft. Hier kann sich sogar Training, Ausbildung und Spielen zu einer Einheit verbinden. Das zeugt von besonders hohen und guten Erfolgsaussichten in der Rhodesian Ridgeback Erziehung.

Doch aufgepasst. Auch zu viele Belohnungen können sich negativ auswirken und die Grenze zwischen wirklich gutem und gewünschtem Verhalten zu ’normalem‘ Verhalten kann schon mal flüssig werden. Hier bietet es sich an mit unterschiedlichen Formen und Arten der Belohnung zu experimentieren. Hier kommt dann nicht nur Abwechslung ins Spiel, sondern der Rhodesian Ridgeback erkennt auch gleich, wenn er ‚Lehrunterricht‘ und Training hat und wenn er für ’normales‘ verhalten gelobt, gestreichelt und belohnt wird.

Die Grundbefehle in der Rhodesian Ridgeback Erziehung

Schon in der Erziehung des Rhodesian Ridgeback Welpen können die Grundbefehle wie ‚Sitz‘ und ‚Platz‘ trainier werden. Es sind zwei unterschiedliche Befehle, die gut mit zwei unterschiedlichen Strategien belohnt werden können. Wichtig ist, wie bereits erwähnt, die Konsequenz.

Hört der Rhodesian Ridgeback Welpe das Kommando ‚Sitz‘, so sollte dieser sich unverzüglich hinsetzen. Wie das zu erreichen ist? Am besten nimmt man etwas, was der Hund sehr gerne hat, in eine Hand. Hierbei kann es sich um ein liebgewonnenes Spielzeug ebenso handeln wie ein Leckerli. Die Hand mit Spielzeug oder Leckerli wird nun über den Kopf des Welpen geführt. Ganz automatisch folgt dieser der Bewegung mit seinen Augen und wird sich hinsetzen. Jetzt fehlt nur noch das Kommando ‚Sitz‘ und schon kann der Rhodesian Ridgeback eine Verbindung zwischen seiner Handlung und de Kommando knüpfen. Manchmal kann es sein, dass der Hund auch beginnt rückwärts zu laufen. Unterbrechen sie ihn in seiner Handlung und beginnen sie erneut mit der Hand über den Kopf zu streichen … und zwar so lange, bis der Hund sich wirklich hinsetzt. Erst dann erfolgt der Befehl ‚Sitz‘ und die Belohnung kann auch folgen.

Ähnlich gestaltet es sich mit dem Kommando ‚Platz‘. Hierbei geht es darum, dass sich der Rhodesian Ridgeback ganz auf den Boden legt. Am besten funktioniert das Training hier, indem aus der sitzenden Position des Hundes gearbeitet wird und zwar so, dass die Hand über den Kopf hinweg zum Boden geführt wird. Auch hier wird der Rhodesian Ridgeback die Bewegung verfolgen und sich gemeinsam mit dem Handverlauf auf den Boden gleiten lassen. Auch hier darf das Kommando ‚Platz‘ nicht fehlen. In beiden Übungen ist es wichtig sie ständig und gleichbleibend zu wiederholen.

Ein weiteres klassisches Kommando ist ‚Nein!‘ oder ‚Aus!‘, um den Rhodesian Ridgeback in seine Schranken zu weisen. Hier hilft Konsequenz und Geduld. Knabbert der Welpe an einem Schuh oder einem anderen Gegenstand und soll dies unmittelbar unterlassen, hilft ein kräftiges und aussagestarkes ‚Nein!‘, gefolgt von der Handlung den Schuh, bzw. Gegenstand unmittelbar aus seinem Mund zu entfernen … und zwar rigoros! Schließlich kann auch eine Belohnung erfolgen, aber wirklich nur dann, wenn dem Hund die Beziehung zwischen Befehl und Wegnahme des Gegenstandes deutlich wird. Hier sollte übrigens nicht mit Leckerli gearbeitet werden, denn ein schlauer Rhodesian Ridgeback merkt sich auch diesen Zusammenhang 😉

Laufen an der Leine

Auch das richtige Laufen an der Leine soll geübt werden. Rhodesian Ridgebacks lieben es spazieren zu gehen. Sie mögen den Auslauf und sie brauchen Bewegung. Doch aufgepasst! Der Halter geht mit dem Hund und nicht umgekehrt. So aufregend der Spaziergang auch sein mag, es bestimmt immer der Halter wohin gegangen wird. Bei einer guten Leinenführung läuft der Hund locker und entspannt auf Schulter und Schritthöhe neben dem Halter. Die Leine ist nicht unter Spannung. Es wird nicht an ihr gezerrt. Um dies zu erreichen heißt es auch hier: konsequent sein. Sobald die Leine unter Spannung gerät und der Hund beginnt an ihr zu ziehen, bedeutet es für den Halter stehen zu bleiben. Das ist das Signal für den Rhodesian Ridgeback, dass er etwas unanständiges getan hat.

Einen sehr ausführlichen Beitrag zum Thema „Hund zieht an der Leine“ finden Sie HIER.

Bildquellen:

  • Pixabay (Karen Arnold und Max Lochner)

 

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