Deinem Hund oder Welpen „Platz“ beibringen – die 4 besten Tipps

Der Befehl Platz ist sicherlich einer wichtigsten Hundebefehle überhaupt. Diesen Befehl sollte jeder Hund beherrschen. Bevor Sie in den folgen Abschnitten Tipps und Trick erhalten muss Folgendes geklärt werden: Was ist der Befehl „Platz“? Was bringt er Ihnen? Was bringt er dem Hund?

Was ist der Befehl „Platz“?

Was hat es also mit dem Befehl Platz auf sich? Der Befehl Platz gibt dem Hund das Kommando zum Hinlegen. Um es mehr zu verdeutlichen: der Hund nimmt eine Position ähnlich einer Sphinx ein. In erster Linie geben Sie den Befehl dazu, dass der Hund in seiner Position verbleiben soll. Etwa wenn es die Situation im alltäglichen Leben erfordert oder Sie sich in einer Übungssituation, mit dem Hund wiederfinden.

Was bringt Ihnen der Befehl?

Wir kommen zum zweiten wichtigen Punkt. Was bringt der Befehl Ihnen als Hundebesitzer? Die Antwort – eine ganze Menge. Eine ganze Menge weniger Stress. Stellen Sie sich vor Sie sitzen gemütlich beim Abendessen. Nichts stört den Genuss des vollriechenden Essens. Aber dann, Ihr pelziger Freund nimmt unaufgefordert seine, so meint er, völlig gerechtfertigte, Position als Tischgeselle ein. Mit sanften aber bestimmenden Fiepen werden Sie nun aufgefordert Etwas springen zu lassen. Wenn Sie jetzt nicht das Glück hatten einen Artikel wie diesen zu lesen, sind sie Ihrem pelzigen Freund nun völlig ausgeliefert. Sie sehen, mit Hilfe dieses kleinen Befehls können Sie einerseits den Hund in seine Schranken weisen und andrerseits den Hund auch zur Ruhe bringen. Ihr Kommando „Platz“ sagt unweigerlich aus, dass Sie momentan nicht die Hilfe des Hundes angewiesen sind. Er soll „Platz“, sich Hinlegen – es kommt natürlich auf die Situation an in welcher Erwartungshaltung der Hund sich nun befindet.

Was bringt es dem Hund?

Wie vorerst erwähnt: Ruhe. Für den Hund heißt ihre klare Ansage das er „Platz“ machen soll, dass Sie die Sache im Griff haben. Sie nehmen eine Position des Rudelführers ein. Der Hund weis nun Sie geben klare Befehle. Hierbei lernt der Hund was er darf und was er nicht darf. Hunde sind wie kleine Kinder, die einer liebevollen Strenge benötigen. Was das heißt, auf dass kommen wir im folgenden Abschnitt zu sprechen.

Vorbereitung

In diesem Abschnitt werden Sie nun mit Tipps und Tricks versorgt. Bevor wir jedoch beim lebendigen Tier losstarten, gibt es einige Dinge der Vorbereitung zu beachten.

Seien Sie ein Rudelführer

Die liebevolle Strenge die zuvor erwähnt wurde soll auch hier unser erstes Thema sein. Hunde sind Rudeltiere. Rudeltiere benötigen eine klare Führung. Klare Führung bedeutet: Klare Ansagen, aber nicht schreien! Keine verbale oder körperliche Gewalt! Klare Führung und liebevolle Strenge bedeutet also im Hier und Jetzt zu stehen, sich selbst bewusst sein, und sich in der Angemessenheit der Situation zu verhalten. Klar und deutlich zeigen was man eigentlich möchte. Hunde sind hervorragende Beobachter und Kenner der Körpersprache. Sollte Ihr Inneres mit Ihrem Äußeren nicht im Einklang stehen merkt Ihr Hund das sofort.
Wenn Sie mit Ihrem Hund arbeiten, dann arbeiten Sie auch nur mit Ihrem Hund. Ein Training mit einer anderen Tätigkeit zu vermischen, also nicht ganz bei der Sache zu sein, führt unweigerlich zum Scheitern.
Bauen Sie beim Training keinen Druck auf. Druck erzeugt automatisch Gegendruck – das gilt nicht nur für Hunde, sondern finden Sie in jeglichen Bereichen des Lebens wieder.
Also, seien Sie ein Rudelführer für Ihren Hund.

Übung macht den Meister – die Praxis

Wählen Sie eine Trainingsumgebung in der Sie ungestört arbeiten können. Ohne Druck auszuüben, sondern mit viel Lob und Streicheleinheiten beginnen wir unser Werk.
Halten Sie immer einige Futterbelohnungen parat.
In der ersten Übung versuchen Sie nun den Hund ins „Sitz“ zu bringen – es ist für den Hund einfacher aus dieser Position ins „Platz“ zu wechseln. Falls der Hund noch Probleme damit hat „Sitz“ zu machen können Sie ihn mit einem sanften Druck auf das Hinterteil behilflich sein. Sitz der Hund nun, soll er sich auf das Futter konzentrieren. Anschließend führen Sie das Futter nahe dem Körper des Hundes Richtung Boden. Der Hund wird dem Futter folgen und sich hinlegen. In diesem Moment sagen Sie sofort „Platz“ und es folgt die Belohnung.
Bei einer anderen Variante sieht der Trainingsaufbau wie folgt aus. Hocken Sie sich hin und strecken Sie ein Bein so aus, dass Ober-und Unterschenkel ein Tor bilden. Durch dieses Tor locken Sie nun den Hund mit der Futterbelohnung in Ihrer Hand. Ihr Bein sollten Sie soweit ausstrecken, dass sich der Hund hinlegen muss um die Belohnung zu erreichen. Sobald sich der Hund hinlegt, folgt wieder wie zuvor, dass Kommando „Platz“ und die Belohnung. Welche Variante Sie nutzen wollen, bleibt Ihnen überlassen.

Üben, üben, üben…

Sobald Sie das Gefühl haben der Hund kennt nun die Bedeutung des Wortes „Platz“ und kann gut mit Ihrem Befehl umgehen, können Sie anfangen die Übungen zu steigern.
Lassen Sie zum Beispiel den Hund ins Platz legen und vergrößern Sie den Abstand zum Hund – dann lösen Sie das „Platz“ z.B. mit dem Wort „Hier“. Hierbei sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Auch Varianten in denen Sie sich vom Blick des Hundes entfernen, sind möglich und tragen zum Spaß und zur Abwechslung bei.
Üben Sie lieber öfters in kurzen Trainingseinheiten als in zu Langen. Hervorragend lässt sich das „Platz“ auch zwischen durch im Alltag üben und trägt zur besseren Verinnerlichung des Hundes bei. Verzagen Sie nicht falls es einmal nicht so gut läuft, auch Hunde dürfen einmal einen schlechten Tag haben. Dass Selbe gilt natürlich auch für Sie. Geben Sie sich und Ihren Hund Zeit zu lernen und Sie werden nach und nach mit Erfolg belohnt.

Um zu erfahren, wie Sie Ihrem Hund den Befehlt „Bleib“ beibringen können, klicken Sie auf diesen Link!

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