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Broholmer – Erziehung, Temperament, Infos, Größe, Wesen/Charakter und Kaufberatung

Broholmer Erziehung

Dänische Dogge Broholmer – Größe, Lebenserwartung/ Alter, Erziehung

Die dänische Hunderasse Broholmer zählt zu den Doggen und erfreut sich als Familien- und Begleithund vor allem in Dänemark großer Beliebtheit. Was die Vierbeiner ausmacht und was Sie bei der Erziehung und Haltung beachten sollten, erfahren Sie hier.

Größe 65 bis 80 cm
Gewicht 40 bis 70 Kg
Lebenserwartung 8 bis 10 Jahre
Farben divers (gelb, schwarz, rot)
Ursprung Dänemark

Wo kommt der Broholmer her?

Die Broholmer stammen ursprünglich aus Dänemark und sind dort auch heute noch sehr beliebt. Die Zucht geht auf den dänischen Grundbesitzer und Adeligen Grad Niels Frederik Bernhard Sehested in den 1850er Jahren zurück.

Größe, Gewicht und Lebenserwartung

Broholmer gehören mit einer durchschnittlichen Größe von 70 bis 75 cm zu den sehr großen Hunderassen. Die Tiere sind etwa 40 bis 70 kg schwer. Hierbei sind die männlichen Artgenossen in der Regel etwas breiter und bringen mehr Gewicht auf die Waage als die weiblichen. Der Körperbau der Hunde lässt sich als äußerst kräftig und muskulös beschreiben. Die Lebenserwartung der Broholmer beträgt circa 8 bis 10 Jahre.

Welchen Charakter hat die Hunderasse?

 

Dänische Dogge Broholmer Bild

Das oft sehr massive und einschüchternde Erscheinungsbild der Broholmer entspricht nicht ihrem Charakter. Stattdessen haben die Vertreter der Rasse ein eher freundliches und gelassenes Gemüt.

Die Tiere lassen sich nur selten aus der Ruhe bringen und fungieren als Ruhepol einer Familie. Sie verfügen jedoch trotzdem über einen ausgeprägten Wachinstinkt und können ihr Revier im Ernstfall gut verteidigen.

Broholmer bauen eine sehr enge Bindung mit ihrem Besitzer auf und streben Harmonie an. Sie kommen ebenso gut mit Kindern aus und können sehr verspielt sein. Die Hunde benötigen im Generellen viele Streicheinheiten und Zuneigung.

Können Broholmer gefährlich oder aggressiv sein?

Broholmer zeigen in aller Regel kein aggressives Verhalten, sondern sind zunehmend freundlich und offen. Sie bellen wenig und nur im Falle einer Bedrohung.

Ihr ursprünglicher Jagdtrieb drückt sich darin aus, dass die Hunde ihre Umgebung stets beobachten und sich sehr klug und wachsam verhalten.

Was sollte ich bei der Erziehung beachten?

Die Vierbeiner der Broholmer-Rasse sind Selbstständigkeit gewohnt und benötigen daher eine geduldige Erziehung. Die Hunde sind sehr schlau und brauchen daher eine Führung, die kompetent ist.

Bei der Motivation gilt es, Disziplin zu verlangen und dabei trotzdem stets freundlich und zugewandt zu agieren.

Eine Ausbildung beispielsweise zum Rettungshund fördert die Talente des Broholmers.

Wo kann ich einen Broholmer kaufen? Wie viel kostet ein Broholmer?

Es gibt nur sehr ausgewählte Züchter von Broholmern, weshalb der Kauf einige Schwierigkeiten bereithalten kann. Ein größeres Angebot gibt es in Dänemark. Achten Sie darauf, dass Sie nicht auf das Angebot eines unseriösen Händlers hereinfallen.

Für die Broholmer-Zucht gibt es strenge Auflagen. Vergewissern Sie sich, dass diese eingehalten wurden. Ein Exemplar der Hunderasse kostet etwa 2.000 €. Weitere Kosten entstehen durch mögliche Tierarztbesuche und die Anschaffung von qualitativ hochwertigem Futter.

Gibt es typische Krankheiten?

Grundsätzlich handelt es sich bei Broholmern um eine sehr gesunde und vitale Hunderasse ohne genetische Vorbelastung. Die Beschaffenheit und Anatomie der Broholmer macht sie jedoch anfällig für bestimmte Krankheiten.

Zu denen gehören vor allem:
  • Dysplasie der Hüfte und der Ellbogen: Eine Fehlstellung der Gelenke, deren Wahrscheinlichkeit durch Übergewicht erhöht wird.
  • Diskopathie: Auch Dackellähme. Eine Fehlstellung der Wirbelsäule, die ebenfalls häufig durch Übergewicht entsteht.
  • Magendrehung: Begünstigt durch den tieffliegenden Brustkorb. Entsteht durch das Herunterschlingen des Futters.
  • Allergien: Besonders auf minderwertiges Futter reagieren einige Hunde allergisch.
  • Augen- und Herzkrankheiten: Bei größeren Hunderassen generell wahrscheinlicher als bei kleineren.

Die richtige Ernährung

Broholmer sind bei der Ernährung nicht zu anspruchsvoll. Da es sich um sehr große Hunde handelt, benötigen sie jedoch sehr viel und hochwertiges Futter. Auch an die Vergabe von Nährstoffen und Vitaminen sollten Sie bei den Mahlzeiten stets denken.

Das Füttern sollte zudem von der Größe und der Aktivität des Hundes abhängig gemacht werden. Da der Brustkorb der Hunderasse tief liegt, neigen die Tiere leider zu Magenumdrehungen. Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, einen Anti-Schling-Napf zu kaufen, damit der Broholmer seine Nahrung nicht zu schnell aufnimmt. Außerdem kann hier eine höhere Positionierung des Napfes helfen.

Es ist zudem ratsam, das Füttern direkt nach einer körperlichen Aktivität zu vermeiden und die besonders großen Exemplare der Rasse mehrmals täglich statt nur einmal zu füttern.

Wie viel Auslauf braucht ein Broholmer?

Broholmer benötigen vergleichsweise viel Auslauf, sodass auf lange Spaziergänge nicht verzichtet werden sollte. Bei guter Erziehung können die Vierbeiner auch in die freie Wildbahn gelassen werden. Aufgrund der hohen Intelligenz der Tiere langweilen diese sich bei eintönigen Spielen schnell. Hier ist eine abwechslungsreiche Beschäftigung mit einer gewissen Forderung gefragt.

Broholmer könne sich jedoch auch gut alleine beschäftigen und brauchen die Aufmerksamkeit ihres Herrchens nicht allzu oft.

Wie verhält sich ein Broholmer gegenüber anderen Hunderassen?

Broholmer reagieren meist interessiert und freundlich auf andere Hunde. Die Toleranzgrenze der Hunde ist sehr hoch, sodass sie auf Provokation größtenteils nicht reagieren. Es ist außerdem problemlos möglich, die Dogge mit anderen Haustieren und Hundearten zu vergesellschaften.

Was sollte ich bei der Fellpflege beachten? Wie kann man die Hunderasse waschen? Welche Bürste und welches Shampoo sind geeignet?

Das Fell der Hunde ist kurz, dafür haaren die Tiere jedoch verhältnismäßig stark. Für die Pflege reicht es aus, dass Sie das Fell einmal die Woche durchbürsten. Eine spezielle Bürste ist hierfür nicht erforderlich. Zudem werden Sie häufiger eine Fusselbürste benötigen. Sie brauchen Broholmer nur im Notfall zu baden. Verwenden Sie dafür ein eher mildes Hundeshampoo.

Geschichte

Vergleichbare Doggenarten wurden schon im Mittelalter bei der Jagd auf Hirsche als Begleitung verwendet, wobei sie das Wild an den Jäger herantrieben.

Zudem dienten sie auf Höfen und Anwesen als Wachhunde. Die Broholmer, die ihren Namen vom dänischen Graf und Züchter Sehested von Broholm haben, waren nach der Einführung moderner Schusswaffen weniger gefragt und später sogar vom Aussterben bedroht.

Die Rettung der Rasse erfolgte durch die „Gesellschaft zur Wiederherstellung der Broholmer Rasse“, die mit der Unterstützung des Dänischen Kennel Clubs handelte. 1982 erfolgte dann die Anerkennung der Broholmer als offizielle Rasse durch die FCI. Noch heute ist die Dogge vor allem in Dänemark sehr beliebt.

In Deutschland hingegen werden nur etwa zehn bis 20 Welpen im Jahr geboren.

Fazit

Broholmer sind sehr stark und anmutig, sind dabei jedoch mit einem ausgesprochen gutmütigem und liebevollem Wesen ausgestattet. Das macht sie für die Haltung als Haustiere ideal. Leider ist es aufgrund der Seltenheit der Tiere relativ schwierig, an einen Broholmer heranzukommen.

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