Appenzeller Sennenhund Erziehung – die 7 besten Tipps

Appenzeller Sennenhund Erziehung

Die Appenzeller Sennenhund Erziehung beginnt im Welpenalter.

Der bewegungsfreudige, selbstbewusste und vitale Appenzeller Sennenhund ist von sich aus ein guter Wächter und Beschützer. Seine Hundeerziehung beginnt im Alter von 8 – 10 Wochen und ist vorsichtig vorzunehmen. Beim Erziehen eines Appenzeller Sennenhundes ist viel Zeit und Geduld notwendig. Erziehung beginnt nicht mit Unterordnung und Gehorsam, sondern vielmehr mit dem Bilden von Vertrauen zwischen Hund und Hundeführer.

Erste Bande knüpfen sich durch das Aufnehmen des Hundes. Sitzt der Hundeführer mit dem Hund auf dem Arm und streichelt ihn, so wird der Hund nach und nach ruhiger. Damit das Tier sich an die Stimme des neuen Hundeführers gewöhnt, ist das Sprechen mit dem Hund wichtig. Der Klang der Stimme prägt sich dem Hund ein und er speichert diese, wie den Geruch des Hundeführers in seinem Gehirn ab. Ist dieses erste Band geknüpft, weiß der Hund beim nächsten Aufnehmen, dass ihm keine Gefahr droht und er entspannt sich sichtlich schneller.

 

Appenzeller Sennenhund Erziehung – der richtige Name

Der Name muss kurz und eindeutig für den Hund sein. Bei jeder Gelegenheit, die den Hund betrifft, ist der Name auszusprechen. Er lernt seinen Namen indem er diesen Begriff mit sich oder seinem Handeln in Verbindung bringt. Gerade beim heran Rufen oder Erteilen von Befehlen, beim Streicheln und bei allem was der kleine Appenzeller korrekt ausführt, spielt der Name eine bedeutsame Rolle. Die positive Verbindung zwischen Handlung und Name erleichtert das Erziehen und stärkt zu dem die Verbindung zwischen Mensch und Hund.

Erziehen und die Wohnung sauber halten

Pfützen oder Häufchen vom Welpen in der Wohnung sind unangenehm. Der kleine Appenzeller Sennenhund muss lernen sein Geschäft draußen zu verrichten. Jeder Welpe muss kurze Zeit nach dem Aufwachen und nach jedem Fressen oder Trinken ein Geschäftchen verrichten. Der Hundeführer ist angehalten, direkt zu reagieren und den Hund hinaus zu bringen. Hat der kleine Appenzeller sein Geschäft verrichtet ist das Loben entscheidend, denn so verbindet er das gemachte Geschäft mit einer positiven Erfahrung.

Nach einiger Übung meldet sich der kleine und zeigt so an, dass er hinaus muss. Jeder Hund entwickelt dazu eigene Strategien. Der eine geht zur Tür, der andere meldet sich lautstark oder er stupst den Hundeführer an. Fehlschläge sind kommentarlos vom Hundeführer hinzunehmen, dabei kommt es zu keinem Lob und keinem Tadel für den Hund. Der Hund darf das Verrichten seines Geschäfts nicht mit negativer Erfahrung in Verbindung bringen, denn sonst stellt er eine falsche Verknüpfung her. So eine falsche Verknüpfung führt zwangsläufig zu Fehlverhalten und womöglich macht der Hund dann nur noch in der Wohnung und draußen gar nicht mehr.

Bild Appenzeller Sennenhund

Bei der Appenzeller Sennenhund Erziehung lernt der Hund mit etwas Geduld, an der Leine zu laufen.

Appenzeller Sennenhund und Leine

Das Halsband, es muss so groß sein, dass es den Hals gut umschließt und es muss einstellbar sein. Lieber ein etwas zu großes, als ein zu kleines Halsband wählen, dazu darf es eine Breite von mindestens zwei Zentimetern nicht unterschreiten. Der Hundehals darf nicht abgeschnürt und es darf durch das Halsband in keinem Fall zu Verletzungen kommen.

Dazu kommt eine Leine, welche einen Karabinerhaken besitzen muss, welcher in das Halsband eingehakt wird. Der kleine Appenzeller trägt sein Halsband so, dass drei Finger der Menschenhand noch gut zwischen Halsband und Hals Platz haben. An das Halsband an sich gewöhnt sich der Welpe schnell, an der Leine gehen dagegen möchte er lieber nicht. Hier hilft es, bei der Welpenerziehung dem Hund Halsband und Leine einige Zeit schon in der Wohnung anzulegen und ihn damit laufen zu lassen. Er gewöhnt sich dabei an das ungewohnte Gewicht und empfindet diesen Schmuck nach einigen Minuten nicht mehr als bedrohlich.

Das Aufnehmen der Leine und leichte Führen des Hundes in der Wohnung zeigen ihm seine ersten Grenzen. Die Spaziergänge draußen dauern in den ersten Wochen nur einige Minuten und an der Leine lernt er schnell, wie weit er gehen kann. Ein Welpe geht nicht von Anfang an geradeaus, er schwankt immer ein wenig mehr rechts oder links, das ist normal und erst ab der circa 12ten Woche kann er tatsächlich gerade und geradeaus gehen.

Sozialisierung und fremde Menschen

Der Appenzeller Sennenhund ist fremden Menschen gegenüber misstrauisch. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich ihn früh an die Begegnung mit Fremden zu gewöhnen. Spaziergänge mit unterschiedlichen, anderen Spaziergängern, gern auch mit anderen Hunden sind geradezu ideal den Hund an diese Art der Begegnung zu gewöhnen. Das Spielen mit anderen Hunden ist für die Sozialisierung und den Umgang mit anderen Menschen und Tieren wichtig.

Begegnen sich Menschen auf dem Spaziergang mit Hund so grüßen sie einander. Hunde machen genau dasselbe. Kurzes Schnüffeln ist in Ordnung, wenn beide Menschen es zu lassen. Ansonsten einfach aneinander vorbeigehen und den Hund nicht stehen bleiben lassen. Der Hund lernt so, dass auch andere Menschen mit Hunden zwar Blicke zu lassen, aber ein wirkliches Begrüßen nicht wünschen. An Menschen ohne Hunde ist ein einfaches und zügiges Vorbeigehen angebracht, um unerwünschtes Verhalten direkt zu vermeiden. Der Hund verknüpft das Begegnen einzelner Menschen oder mehrerer Menschen ohne Hund mit einem, „ist in Ordnung, bedarf aber keiner näheren Beachtung“.

Bei einem oder mehreren Menschen mit Hunden muss er lernen, wann er sich dem anderen Hund nähern darf und wann nicht. Diese Entscheidung hängt grundsätzlich mit dem Verhalten seines Hundeführers zusammen und der Hund lernt anhand dieses Verhaltens was er wann zu tun hat.

Besuche von Fremden im Haus

Der kleine Appenzeller Sennenhund muss lernen, Besuche zu akzeptieren, ohne zu stark auf diese zu reagieren. Postboten, gute Freunde und Nachbarn erleichtern dem Hund das Gewöhnen an Besuch. Klingelt es, so darf er mit zur Tür. Versucht er jedoch, auf den Besuch zuzugehen, erfolgt direkt eine Korrektur. Kurzes Schnüffeln ist in Ordnung, anhaltendes Bellen dagegen nicht. Wird der Hund beim Gang zur Tür an die Leine genommen, so lässt sich ein Fehlverhalten schnell und direkt korrigieren.

An der Tür ist ein Setzen des Hundes vorteilhaft und die Berührung oder der Befehl zum Hinsetzen prägt sich ihm ein. Sitzt der Hund, so ist ein Öffnen der Tür ohne Probleme möglich. Zum Unterstützen des Sitz Befehls ist der Unterarm von hinten gegen beide Hinterläufe zu schieben. Leichter Druck des Unterarmes gegen die Hinterbeine löst den Reflex zum Hinsetzen aus. Sitzt der Hund ist Loben angesagt, leichtes Streicheln über den Kopf reicht dazu aus.

Erweitert wird der Sitz Befehl mit dem Befehl Bleib. Durch dieses Erweitern ist der Hundeführer in der Lage Türen zu öffnen oder andere Dinge zu tun, ohne direkt auf den Hund achten zu müssen. Häufige Wiederholungen der erlernten Lektionen sind wichtig und gehen erst mit der Zeit in Fleisch und Blut des Hundes über.

Platz und Bleib, zwei wichtige Befehle

Den Hund an seinen Platz bringen und dort ablegen beginnt mit dem herein kommen des Besuchs. Ein Hund legt sich von allein erst dann hin, wenn er entspannt ist. Bei Beginn der Erziehung zu dem Befehl „Platz“ ist es sinnvoll, den Hund per Hand hinzulegen. Hierzu den Hund auf den Arm nehmen und dann auf der Seite liegend, auf seine Decke oder in sein Körbchen legen. Streicheln und zu reden helfen ihm sich zu entspannen und das liegen als in Ordnung zu empfinden. Während des Ablegens des Hundes kommt der Befehl Platz. Der Hund assoziiert nach einiger Zeit diesen Begriff mit seiner Decke oder seinem Platz und so bekommt der Begriff eine Bedeutung für den Hund.

Während der Apenzeller Sennenhund Erziehung erweitert sich der Begriff Platz und bezieht sich dann auf das sich Hinlegen des Hundes allgemein. Der Befehl Bleib kommt zum Einsatz, sobald der Hundeführer den Platz des Hundes verlässt. Steht der Hund auf, muss direkt die Korrektur erfolgen. Dazu den Hund wieder auf seinen Platz legen, den Befehl Platz aussprechen und aufstehen. Der Befehl Bleib erfolgt und der Hundeführer macht den ersten Schritt vorwärts. Bleibt der Hund liegen, kehrt der Hundeführer zurück und es erfolgt das Lob.

Appenzeller Sennenhund Erziehung – das Fazit

Nach und nach geht der Hundeführer immer einen Schritt weiter vom Hund weg, wartet, dreht sich zu dem Hund um und kehrt zurück. Diese Methode stärkt das Vertrauen des Hundes zu seinem Menschen und er erkennt, dass der Hundeführer immer wieder zu ihm zurück kehrt. Freudig erwartet der Hund schon die Rückkehr und genießt bei korrektem Ausführen der Lektion das Lob. Jeder Welpe benötigt die Nähe seines Hundeführers oder Rudels zum Überleben und es ist für den Hund nicht natürlich allein zurückzubleiben. Aus diesem Grund hat der Hundeführer zu Beginn dieses Trainings nicht außer Sichtweite des Hundes zu gehen. Längeres Warten verleidet den Hund seinen Platz zu verlassen und dies gilt es zu verhindern. Das Training darf, wie alle Trainingseinheiten nur von kurzer Dauer sein. Häufigere, kurze Trainingseinheiten sind sinnvoller als lange Trainingsstunden, da die Aufmerksamkeit eines Welpen oder Junghundes recht kurz ist.

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