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Mein Hund schmatzt ständig – die häufigsten Gründe

Ist das Schmatzen meines Hundes krankhaft?

Ein Hund schmatzt aus verschiedenen Gründen und in unterschiedlicher Lautstärke. Sie drücken auf diese Weise Bedürfnisse, Gefühle und Schmerzen aus. Bei älteren Hunden sind Schmatzlaute häufiger zu hören als bei jungen Hunden oder Welpen.

Mein Hund schmatzt ständig

Wann und warum schmatzt mein Hund?

Das Warum des Schmatzens lässt sich anhand der Lautstärke, seiner Dauer und Art unterscheiden. Nicht jedes Schmatzen drückt Schmerz aus und nicht in jedem Fall erweist es sich als besorgniserregend.

Das unbedenkliche Schmatzen

kann zu jeder Tageszeit und jeder Jahreszeit auftreten unerheblich vom Alter des Hundes.

  • Stark verunsicherte Welpen und Junghunde schmatzen. Sie sehen ihre Menschen an und beginnen automatisch zu schmatzen. Es wirkt langsam, gleichbleibend und anhaltend. Die Laute erweisen sich als leise bis maximal halblaut und die Zunge scheint sich ständig zu bewegen.
  • Viele Hunde schmatzen nach dem Fressen oder Saufen. Sie reinigen auf diese Weise ihr Maul und ihren Gaumen. Diese Art des Schmatzens kann laut und langanhaltend sein.
  • Schmeckte dem Hund das Fressen gut, kann er ebenfalls schmatzen. In diesem Fall leckt er damit seine Lefzen und seine Zähne sauber. Das Maul reißt er dabei weit auf und das Schmatzen hört sich an wie ein Klatschen.
  • Flöhe und Fliegen setzen den meisten Hunden zur Sommerzeit stark zu. Belästigen sie sie an Körperstellen, die sie schlecht erreichen, beginnen viele Hunde zu schmatzen. Diese Schmatzlaute folgen schnell hintereinander, sind halblaut und wir empfinden sie als aggressiver.
  • Zu einem langsamen, zufriedenen und tiefen Schmatzen führen Massagen an kitzeligen Körperstellen und Streicheleinheiten die ihm ausgesprochen gut gefallen.
  • Zufriedene Hunde, die nach einem anstrengenden Tag auf ihrer Decke liegen, schmatzen halblaut bis leise, tief, langsam und ruhig.
  • Beim Rollen auf der Wiese schmatzen viele Hunde. Sie drücken auf diese Weise ihr Wohlbehagen aus.
  • Ausgewachsene Hunde höheren Semesters neigen dazu mit Schmatzen anzuzeigen, dass sie Gassi gehen wollen, Durst haben oder Zuwendung benötigen. Diese Hunde schmatzen langanhaltend, halblaut bis laut und ohne Unterton. Schmerzen oder Unwohlsein drücken sie ebenfalls mit Schmatzlauten aus, diese hören sich leiser, gequälter an und lassen sich gut von den anderen Lauten unterscheiden.
  • Das Schmatzen im Schlaf kann an der Verarbeitung der Tagesereignisse liegen. Ähnlich dem Menschen verarbeiten Hunde aufregende, angsteinflößende und anstrengende Ereignisse eines Tages in Träumen. Ihr Schmatzen kann in diesem Fall das Aufarbeiten ausdrücken. Dieses Schmatzen zeigt sich in leiseren Schmatzern, die nicht lange andauern und kurz hintereinander folgen.

Neben diesen unbedenklichen Schmatzlauten gibt es die Art des Schmatzens, die sich ein Tierarzt ansehen muss. Bei dieser Art des Schmatzens zeigen sich in vielen Fällen weitere Symptome und das Schmatzen tritt vermehrt und langanhaltend auf. Diese Laute hören sich nicht nach dem einfachen Schmatzgeräusch an, sondern wirken leiser und in einigen Fällen fiept der Hund in Abständen.

Das bedenkliche bis besorgniserregende Schmatzen

Zu dieser bedenklichen Art des Schmatzens zählen beispielsweise:

  • Die trockene Nase des Hundes kann ihn zum Schmatzen veranlassen. Das Füttern von ausschließlich trockener Nahrung kann eine trockene Nase begünstigen. Der Hund versucht die Nase durch Belecken zu befeuchten und schmatzt um mehr Speichel zu produzieren. Eine trockene Hundenase kann des Weiteren auf verschiedene Krankheiten hinweisen.

Ein Tierarztbesuch erweist sich als angeraten, wenn die Nase länger als zwei Tage trocken bleibt und das Schmatzen zu nimmt. Treten weitere Symptome auf, muss der Tierarzt sich den Hund eher ansehen.

  • Ein Hund, der Schmerzen bei Berührung verspürt kann zum Schmatzen neigen. Bei Berührungsschmerzen versucht der Hund den Kopf in die Richtung des Schmerzes zu drehen und schmatzt dann vernehmlich. Diese Hunde sind in vielen Fällen, ihren Besitzern treu ergeben und vermeiden es sie anzuknurren oder mit Bissen zu verletzen. Sie schmatzen und zeigen uns auf diese Weise wo sie Schmerzen verspüren.

Berührungsschmerzen lassen sich vom Besitzer nicht immer eindeutig einordnen und es kann eine schwerwiegende Krankheit vorliegen. Je mehr Anhaltspunkte der Besitzer dem Tierarzt an die Hand geben kann, desto genauer kann dieser die Diagnose erstellen.

  • Halsschmerzen, Zahnschmerzen, Schnupfen, Erkältungen und viele weitere Krankheiten des Halses, Nasen, Ohrenbereichs zeigt der Hund ebenso mit Schmatzen an. Dieses Schmatzen kann in Verbindung mit Niesen, Husten und Würgen einhergehen und wirkt vielfach abgehackt. Bei Ohrenschmerzen jaulen einige Hunde leise vor sich hin und/oder schmatzen und jaulen leise im Wechsel.

Schmerzen bei einem Hund sind in jedem Fall mithilfe eines Tierarztes abzuklären. Auf diese Weise befindet sich der Besitzer auf der sichereren Seite und kann seinem Hund helfen. Eigendiagnosen erweisen sich in vielen Fällen als fatal, da sich hinter jedem Schmerz eine schlimme Krankheit verbergen kann. Langes Aufschieben eines Tierarztbesuchs verschlimmert das Leiden des Hundes und eventuell die vorliegende Krankheit ebenfalls.

Diese Beispiele für das Schmatzen von Hunden erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Hunde sind Individuen und jeder Hund drückt seine Bedürfnisse, Schmerzen und sein Wohlbefinden anders aus. Vermeiden lässt sich das Schmatzen bei keinem Hund und es kann zu jeder Zeit und bei jedem Hund vorkommen.

Der Hundehalter kann mithilfe seiner Aufmerksamkeit schnell auf die unterschiedlichen Schmatzer reagieren und verschiedene Probleme unkonventionell lösen.

Wie helfe ich meinem Hund, wenn er schmatzt?

Bei dem unbedenklichen Schmatzen

kann der Hundehalter seinen Hund unterstützen, indem er:

  • Verängstigte, verschüchterte oder verunsicherte Junghunde und Welpen durch viel Aufmerksamkeit, Anleitung und Erziehung mehr Selbstvertrauen vermittelt. Er kann durch Spiel und seine Nähe den Hund bestärken und ihm Vertrauen in ihn als Besitzer schenken. Gestärkte, selbst bewusstere Junghunde und Welpen legen das Schmatzen ab. Ihr neu gefasstes Vertrauen in ihren Besitzer führt zu einer stärkeren Bindung zwischen Hund und Halter.
  • Bei Parasitenbefall geeignete Mittel für die Umgebung und des Hundes einkauft. Sind die Parasiten wie Flöhe oder Zecken weg, hört das Schmatzen von alleine auf.
  • Den alten Hund belästigende Fliegen abwehrt. Spezielle Puder und eventuell ein Mäntelchen aus Fliegennetz, halten die Lästlinge von seinem Körper fern. Geeignete Antifliegenmittel und Fliegenklebestreifen lassen sich in der Wohnung aufhängen oder versprühen und helfen dem Hund ebenfalls. Weist der Hund Verletzungen der Haut auf, kann sein Besitzer diese versorgen und mittels Verbänden vor Fliegen schützen. Der Hund wird es seinem Besitzer danken, wenn er diese Lästlinge nicht mehr auf dem Körper oder den Wunden fühlen muss.
  • Direkt auf das Schmatzen seines alten Hundes reagiert und seine Bedürfnisse stillt. Jeder Hund genießt die besondere Zuneigung seines Besitzers. Bei seiner Treue hat jeder alte Hund die vermehrte Aufmerksamkeit seines Besitzers verdient.

Bei dem bedenklichen bis besorgniserregenden Schmatzen

lohnt sich in vielen Fällen das Hinzuziehen eines Tierarztes. Speziell beim Auftauchen weiterer Symptome in Verbindung mit dem Schmatzen.

In einigen Fällen kann der Hundehalter den Hund alleine und/oder mithilfe des Tierarztes unterstützen beispielsweise bei:

  • Halsschmerzen, Husten oder Erkältung. Der Hundehalter kann hilfreiche Tees wie Fenchel oder Kamille für seinen Hund aufkochen und ihm abgekühlt zu trinken geben. Husten lässt sich gut mit einem Husten- oder Bronchialtee bekämpfen. Sie schaden dem Hund nicht, lindern aber seine Schmerzen und helfen beim Abheilen. Der Tierarzt kann gegen diese Krankheiten spezielle Medikamente und Antibiotika für den Hund verschreiben und/oder verabreichen. Zusätzlich kann der Hundehalter bei diesen Krankheiten mit Kamille-Dampfbäder das Ausheilen der Krankheit unterstützen.
  • Offenen Stellen und oberflächlichen Wunden, die zu Berührungsschmerzen führen. Diese kann er reinigen und desinfizieren. Handelsübliche Mittel reichen dazu aus und diese Verletzungen benötigen nur spezielle tierärztliche Aufmerksamkeit, wenn sie tiefer oder entzündet erscheinen.
  • Ungewöhnlichen Bewegungen des Mauls und/oder der Zunge. Der Hundebesitzer kann das Maul seines Hundes weit öffnen und nachschauen. In vielen Fällen befinden sich Futterreste zwischen zwei Zähnen, es kleben Futterreste am Gaumen oder auf der Zunge. Liegt ein solcher Fall vor, kann der Besitzer diesen Umstand leicht beseitigen und das Schmatzen hört von alleine auf.
  • Zahnfleischentzündungen kann der Hundehalter Kamilletee mit einem Wattestäbchen, auf die entzündeten Stellen, aufgetragen und die Entzündung zurückdrängen.

Nicht jedes Schmatzen des Hundes benötigt die Hilfe eines Tierarztes und doch zeigen viele Hunde innere Krankheiten mit Schmatzen an. Diese Krankheiten sind in vielen Fällen von weiteren Symptomen begleitet. Mundgeruch, tränende Augen, jaulen, offene Stellen oder haarlose Stellen auf der Haut und viele weitere Symptome sind möglich.

Schmatzen und Schmerzen, die der Hund länger als ein bis zwei Tage erträgt und die mehrfach am Tag wiederkehren sind mehr als bedenklich. Sie zeigen in vielen Fällen schwere Krankheiten an und gehören in jedem Fall in tierärztliche Behandlung.

Mithilfe der heutigen Medizin lassen sich bei Mensch und Tier viele Krankheiten positiv beeinflussen und heilen.


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