Germanischer Bärenhund – Charakter, Erziehung und Kaufberatung

Beim germanischen Bärenhund handelt es sich um eine, in den 1990er Jahren erstmals gezüchteten Hunderasse. Seine genaue, genetische Vergangenheit erweist sich als bis heute nicht vollständig geklärt. Dies führt dazu, dass weder der VDH (Verein für das deutsche Hundewesen), noch der FCI (Fédération Cynologique Internationale) diese Rasse anerkennt. Nichtsdestotrotz erfreut er sich zunehmender Beliebtheit und dies liegt nicht alleine daran, dass er selten an der gefürchteten HD (Hüftdysplasie) leidet.

Der germanische Bärenhund gehört den großen Hunderassen an und ein Teil seiner Genetik lässt sich auf den bekannten Bernhardiner zurückführen. Seine Größe und sein Gewicht fordern eine erfahrene Hundehalterhand und schließen das Halten in einer kleinen Stadtwohnung aus.

Größe65 bis 85 cm
Gewicht60 bis 85 kg
Lebenserwartung8 bis 12 Jahre
Farbengemischt (niemals nur schwarz oder weiß)
UrsprungDeutschland

Woher stammt der germanische Bärenhund?

Im Jahre 1990 kamen erstmals germanische Bärenhunde zur Welt. Seine Züchtung erfolgte aus dem allseits bekannten Bernhardiner und einer weißen Hirtenhunderasse, die der Erstzüchter bisher nicht näher beschrieb.

Laut seinen Angaben enthält der germanische Bärenhund keine Vorfahren die sich als Kangal, Kuvasz, Leonberger, Neufundländer oder Kaukasiern bezeichnen lassen. So lange diese Frage nicht offen geklärt erscheint, weigern sich die Verbände für das deutsche Hundewesen und der FCI, den germanischen Bärenhund in ihre Rasselisten aufzunehmen. Die verschiedenen Vereine, welche sich dem Erhalt der germanischen Bärenhundrasse verschrieben, sind sich über die eigenen Zuchtrichtungen uneinig. Viele folgen den Vorgaben des Erstzüchters.

Wie zeigt sich sein Erscheinungsbild?

Wie eines seiner genetischen Vorfahren, der Bernhardiner, zeigt sich der germanische Bärenhund als stämmig, groß, massiv und doch elegant. Die Weiterentwicklung und Züchtung des germanischen Bärenhundes haben drei verschiedene Haararten entwickelt. Er kann mit langem Haar, Stockhaar oder mittellangem Haar in Erscheinung treten, je nach Rassetyp.

Ruhig, erhaben und liebevoll zeigt er sich innerhalb seiner Familie. Sein Gewicht kann bei den Rüden bei bis zu circa 85 Kilogramm und bei den Weibchen circa 70 Kilogramm betragen. Die Größe der germanischen Bärenhunde liegt bei den Rüden zwischen 70 und 85 Zentimetern, bei den Weibchen bei circa 65 – 80 Zentimetern.

Seine Lebenserwartung findet sich bei circa acht bis zwölf Jahren und bisher sind keine arttypischen Erkrankungen bekannt.

Welchen Charakter hat die Hunderasse?

Die bisherigen Züchter und Halter des germanischen Bärenhundes bezeichnen ihn gern als gutmütigen Riesen. Er weiß genau, wie stark er ist, was sich bei anderen Molosserrassen ebenfalls zeigt. Er hat es nicht nötig gewaltsam vorzupreschen, sondern lässt die Gefahr auf sich zukommen. Unter Umständen, kann er wie für einen ausgeprägten Lagerhund üblich, unangenehm gegen den Eindringling vorgehen.

Der für ihn von seinem Erstzüchter erarbeitete Zuchtstandard klassifiziert ihn in die FCI Gruppe 2. Diese Gruppe enthält Schweizer Sennenhunde, Schnauzer, Pinscher und Molosser. Zur Sektion 2,2, für die er den germanischen Bärenhund vorsieht, befinden sich Berghunde und Molosser.

Dieser vom Erstzüchter erarbeitete Zuchtstandard zeigt, dass der Hund mit seiner Größe und seinem Gewicht den Molossern zuzuordnen ist. Ein Molosser und somit ein germanischer Bärenhund erweisen sich als charakterstark, wesensfest und familientauglich.

Ihre ruhige, gelassene Art im Umgang mit Kindern und ihre liebevolle Zuneigung zu ihrer Familie zeichnet diese Hunderasse im Besonderen aus.

Sind germanische Bärenhunde gefährlich?

Jeder Hund kann gefährlich sein, denn jeder Hund hat Zähne, ob groß oder klein. Als gefährlich erweisen sich alle Hunde, die in der Lage sind ihre Familie und ihr zugeteiltes Revier (Haus, Hof) zu verteidigen. Dies geschieht unabhängig von Größe, Gewicht oder Rasse.

Der Hund an sich erweist sich niemals als gefährlich, so lange der Hundehalter, am anderen Ende der Leine, keine Aggressionen aufweist und den Hund von Baby an mit Liebe und gegenseitigem Vertrauen erzieht.

Ein germanischer Bärenhund hat eine gewisse Größe und diese muss der Hundehalter berücksichtigen. Die Erziehung dieses Hundes beginnt nicht im ausgewachsenen Alter, sondern bereits beim Einzug in das neue Zuhause. Er muss lernen, sich seiner Umwelt anzupassen und seinem Hundeführer zu vertrauen.

Muss ein Hund stetig sein Zuhause wechseln oder kann der Besitzer nicht mit ihm umgehen, kann sich der friedlichste Hund zu einer unkontrollierbaren Bestie entwickeln und Menschen verletzen. Wer einen Hund in seinen Haushalt integriert und ihn lehrt, was er darf und nicht, erhält niemals einen wild um sich beißenden oder ängstlichen, schreckhaften Hund.

Die Gefährlichkeit eines Hundes entsteht durch falsche Erziehung und nicht durch seine Geburt.

Ein germanischer Bärenhund erweist sich somit als ebenso gefährlich und/oder ungefährlich wie jeder andere Hund ebenfalls.

Was muss ich bei der Erziehung und Haltung beachten?

Als großer, stämmiger Hund benötigt er eine konsequente Hand von Welpe an. Einmal „Nein“ heißt demnach immer „Nein“. Eine Hundeschule, die spezieller auf die Erziehungsart von Molossern eingeht, kann hilfreich sein.

Ein germanischer Bärenhund gehört nicht in unerfahrene Hände. Er benötigt ein Zuhause, dass sich auf seine Größe, sein Gewicht und seine Bedürfnisse einstellt. Die Erziehung eines Molossers beginnt mit dem ersten Tag, in dem er sein neues zu Hause bezieht. Er gehört nicht zu den Einmannhunden, wie beispielsweise der Dobermann, sondern fügt sich gern allen Familienmitgliedern.

Er braucht ein Heim mit viel Platz, nach Möglichkeit einen großen umzäunten Garten, den er bewachen darf und einen gemütlichen Schlafplatz mit ausreichend großer Hundehütte.

In einer kleinen, beengten Wohnung fühlt er sich nicht wohl und kann unausgeglichen wirken oder mehr Energie aufbauen, als ihm guttut.

Wo kann ich einen germanischen Bärenhund kaufen?

Wer mit dem Gedanken spielt, einen germanischen Bärenhund in seine Familie aufzunehmen, dem empfiehlt es sich, ihn nicht in Kleinanzeigen zu suchen, sondern sich mit einem Züchter in Verbindung zu setzen.

Die verschiedenen Hundezuchtvereine für germanische Bärenhunde sind im Internet vertreten. Sie gewährleisten, dass der neue Hundehalter einen Hund erhält, der nicht aus einer Mischung von Bernhardiner und Kangal, Leonberger, Kaukasen oder Neufundländer besteht. Die in den speziellen Vereinen auftretenden Züchter haben sich verpflichtet keinen der genannten Rassen in den germanischen Bärenhund einzukreuzen.

Was muss ich dabei beachten?

Speziell die Umgebung der Welpen weist daraufhin, wie sie sich an den Menschen anbinden. Ein paar Fragen helfen dabei, den für den jeweiligen Hundehalter richtigen Züchter zu finden:

  • Sind die Welpen in die Züchterfamilie integriert?
  • Gibt es für die Hunde ausreichend Spielmöglichkeiten und Anregungen von außen?
  • Kann der neue Hundehalter die Welpen vor der Übergabe besuchen?
  • Stehen die Eltern und die Welpen unter deutscher, tierärztlicher Betreuung?
  • Sind die Welpen entwurmt und geimpft?
  • Kommen die Welpen fröhlich und agil auf die Besucher zu?
  • Erweisen sich die Zuchthunde als freundlich gegenüber den Besuchern?
  • Das Zuchtbuch darf keine Herdenschutzhunde in den Linien der Zuchthunde enthalten.

Als weitere Fragen und Aspekte muss der neue Hundehalter folgende Fragen berücksichtigen:

  • Kann ich mit einem solch großen Hund umgehen?
  • Wird diese Hunderasse in der neuen Stadt als Listenhund gelistet?
  • Welche Voraussetzungen muss der Hundehalter zum Halten dieser Hunderasse erfüllen?
  • Gibt die neue Stadt gewisse Auflagen für diese großen Hunde vor?
  • Verfügt der neue Hundehalter über ausreichend Platz und Zeit für den Hund?

Was kostet ein germanischer Bärenhund?

In der Regel kostet der Ankauf eines germanischen Bärenhundes zwischen circa 750 und circa 900 Euro. Der Preis mag im ersten Moment erschreckend klingen, gehört aber zu den üblichen Marktpreisen bei Molossern.

Gibt es typische Krankheiten?

Arttypische Krankheiten wie sie von Schäferhunden, Doggen oder Neufundländern bekannt sind, gibt es bisher beim germanischen Bärenhund nicht.

HD (Hüftdysplasie), ED (Ellenbogendysplasie), Augenprobleme oder Rückenprobleme sind bisher nicht bekannt. Der germanische Bärenhund gehört somit zu einer der wenigen Hunderassen, die gesund und stabil daher kommen. Erbkrankheiten sind bisher ebenfalls nicht gelistet und der neue Hundehalter muss nicht zu speziellen Untersuchungen greifen, um die Gesundheit seines Lieblings bestätigen zu lassen.

Fazit

Wie alle Molosser gehört der germanische Bärenhund zu den großen, massigen Hunderassen. Ebenso wie sie zählt er zu den Lagerhunden, die eine konsequente Hand, viel Liebe und direkte Anbindung an die Familie für ein glückliches Leben benötigen.

Er gehört nicht zu den Kilometerfressern, obwohl ihm längere Spaziergänge guttun und Übergewicht verhindern. Zu seinen Vorlieben gehört bei verschiedenen Exemplaren das Schwimmen, was den Hundehalter befähigt mit ihm die unterschiedlichsten Unternehmungen zu starten.

Er sabbert wenig und tritt allen Menschen freundlich gegenüber. Des Weiteren liebt er seine Familie und beschützt sie ohne übermäßige Aggression.

Ein großer Garten oder freies, umzäuntes Grundstück lassen ihn seinen Schutztrieb ausleben und nach abgelaufenem Grundstück zurückfinden, in sein geschütztes Heim und zu seiner geliebten Familie.

Das Besuchen einer Hundeschule kann hilfreich sein. Für unerfahrene Hundehalter eignet sich diese Rasse aufgrund ihrer Stärke und ihrer leichten Sturheit nicht. Dieses Wissen macht ihn nicht unattraktiv, sondern bietet Hundehaltern, die es satt sind, ihre Tiere an bekannten Krankheiten zu verlieren eine gesündere Alternative.

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